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Ein kleines Sommermärchen

Ein kleines Sommermärchen

Am 28.07.2017 habe ich, Alexander Braklow, mich getraut. Warum ich das hier erzähle? Nun, ich finde, dass viersicht und die viersicht-Familie eine Lebenseinstellung haben, die ich teile.

Wir bei viersicht sagen Ja. Ein Ja zum Leben, zur Liebe und zum Mut. Ja zu dem, was fair ist, zur Wahrheit und zu einem menschlich korrekten Umgang mit Kunden, Dienstleistern und vor allem mit den Kollegen. Seit nun 8 Jahren bin ich ein Teil von viersicht und gehe gerne zur Arbeit. Na klar, ab und zu hat man mal so Phasen, da häufen sich Aufgaben, die nicht zu denen gehören, die man am liebsten erledigt. Doch das gehört dazu, ob es Spaß macht oder nicht. Ich betrachte dann immer gerne das große Ganze und erkenne, dass jedes noch so kleine Puzzleteil zu einem tollen Ergebnis beiträgt. So ist es im Kleinen wie im Großen, in der Familie wie im Büro.

Als ich meine Frau kennengelernt habe, wusste ich nicht vom ersten Tag an, dass ich diesen tollen Menschen einmal heiraten werde. Ich hätte auch damals nicht gedacht, dass ich in einer so schnelllebigen Branche so lange bei einem Arbeitgeber bleibe. Doch es hat sich immer wieder bestätigt, dass das Weglaufen vor Problemen, Herausforderungen und Überforderung nichts bringt. Etwas zu bewegen, dort wo der Schuh drückt, schafft Veränderung. Konflikte begegnen einem in allen Lebenslagen, läuft es zwischenmenschlich einmal nicht, muss einer gehen, damit der andere bleibt. Wie oft wird einer gehen müssen, bis einer passt? Das Suchen und Finden der perfekten Frau, des perfekten Mannes oder dem perfekten Arbeitgeber/Arbeitnehmer führt nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Erst wenn wir uns den Problemen stellen, Gefühle ansprechen und unserem Umfeld mitteilen und sagen, was in uns vorgeht, können wir etwas auflösen und verändern. Wir verstehen den Standpunkt des anderen besser, es erklären sich ungewöhnliche Verhaltensweisen der letzten Tage und wir verstehen, warum jemand wütend, traurig oder enttäuscht ist. Die Diskretion bewahrt uns oft vor dem, was wir wirklich ansprechen möchten. Die Angst davor, zu zeigen was in uns vorgeht hemmt den Kontakt zum Partner, der Familie und letztlich auch zum Vorgesetzten und zu allen unseren Mitmenschen. Doch bei viersicht haben wir diese Angst nicht. Ich schätze es ungemein, dass jeder hier die Erlaubnis hat, genau diesen Kontakt zu suchen. Offen zu sprechen, um so die Konflikte zu beseitigen oder auch das Positive zu äußern und ein Lob auszusprechen. Genau so, wie es auch in einer guten Ehe sein sollte.

Wenn wir den Partner unserer Träume suchen, der unsere Probleme mit der Zauberei des Verliebt seins in rosa Glitzerstaub auflöst, läuft so einiges schief. Ein guter Kontakt ist harte Arbeit, Selbstreflektion und die Erlaubnis, zu sagen was man fühlt. Eine geschützte Umgebung, die frei ist von Verurteilung und Angst vor Autoritäten.  Ich werde oft gefragt, wieso ich in meinem Beruf als Grafik Designer schon so lange in einer Agentur arbeite und ob es denn meiner Entwicklung nicht gut täte woanders „zu lernen“ und Herausforderungen zu suchen. Dafür gibt es eine ganz simple Antwort: Herausforderungen finden wir überall, lernen können wir nur dann, wenn wir uns diesen Herausforderungen stellen! Überall! Wer beispielsweise seine Partner in der Liebe häufig wechselt, lernt eine Menge über sich selbst und das Leben in der Liebe, keine Frage! Doch irgendwann muss dieses Muster durchbrochen werden, wenn wir lernen wollen uns dem zu stellen was uns immer wieder dazu bringt davonzulaufen. Denn wenn wir genau dort hinsehen, lernen wir am meisten über uns selbst.

Ich habe eine Frau gefunden, mit der ich genau das kann, die mir die dunkelsten Winkel meiner Ängste und die glücklichsten Momente und Gefühle aufzeigen kann, die mir meine Fehler verzeiht und mir die Möglichkeit gibt, mich selbst zu erkennen. Die akzeptiert, dass uns im Leben nicht alles zufliegt und Probleme kommen und gehen. Genau das bringe ich ihr entgegen und werde ich mein Leben lang tun.

Ob ich ein ganzes Leben dieser Agentur widme? Das weiß niemand! Doch ich bin von damals bis heute ein glückliches Mitglied dieser Gemeinschaft und das gute Gefühl ist bislang nicht verschwunden. Herausforderungen haben mich wachsen lassen, Veränderungen haben mich geprägt und die Menschen die täglich 8-9 Stunden ein Büro mit mir teilen sind eine kleine Familie. Im Vergleich zu einer Welt anonymer Strukturen von großen Firmen (die ich auch kennenlernen durfte), bin ich hier bisher glücklich.

Meine goldene Regel im Leben heißt „Folge dem guten Gefühl“! Darauf verlasse ich mich, auch dann, wenn der Alltag einen zwickt, Kollegen einen schlechten Tag haben, oder die Geschäfte mal nicht so laufen wie man es sich wünscht.

veröffentlicht
10. August 2017
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