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Mal was Lustiges über Smartphones? Nö!

Mal was Lustiges über Smartphones? Nö!

Jeder kennt es, jeder hat eins, jeder liebt seins…

Kennen Sie diese Mobiltelefone, mit Tasten und zum Telefonieren?

Ich habe so eines und so langsam werde ich damit zu einer Art aussterbender Dinosaurier. So ganz kann ich mich beim Schreiben meiner SMS oder während des Telefonierens in der Öffentlichkeit den Blicken meiner Hamburger Mitmenschen nicht entziehen. Ist ja auch nicht ganz zeitgemäß, dieses Telefon. Bisher habe ich mich immer daran erfreut: ich bin mobil erreichbar, per SMS und Telefonat. Mehr brauchte ich nicht. Wozu auch?

Sind die Momente in denen wir unseren Gedanken nachgehen nicht rar genug? Reicht es nicht schon, dass wir rund um die Uhr verfügbar und erreichbar sind? Nicht selten kommen Anrufe in Momenten in denen es eigentlich nicht passt. Beim Essen, Knutschen, kuscheligen Fernsehabenden mit Kind und Frau? Doch die Höflichkeit lässt uns immer wieder zum Telefon greifen, wenn nach uns verlangt wird. Schon störend manchmal.

Oft sitze ich in der Bahn und bin gedankenverloren. Denke darüber nach, wie schnell und hektisch unsere Welt geworden ist. Wie jeder Zweite permanent und ohne Pause E-Mails schreibt, in seinen Social-Media-Netzwerken postet. Zum Beispiel, dass er gerade in einer viel zu vollen Bahn sitzt. An jeder Stelle, auf jedem Plakat ein QR-Code, der auf uns wartet der unsere Neugierde stillen soll.

Ein Beispiel:  mein bester Freund und Mitbewohner. Stolzer Besitzer eines der neusten Smartphones und begeisterter Nutzer jeder App, die das Leben leichter macht. Am coolsten ist die so genannte „What´s App“ Applikation mit der kostenfrei Textnachrichten versendet und empfangen werden können. Die moderne SMS also. Mit der ist er nun jeden Tag 24 Stunden mit seinem Freundeskreis verbunden und kommuniziert was das Zeug hält. An unser letztes richtiges Gespräch kann ich mich nur noch wage erinnern. Alles muss heute parallel geschehen. Gespräche in der echten Welt und in der der Smartphones... So kann ich jedem meiner Freunde gerecht werden.

Nix da! Macht es die Welt wirklich besser, wenn wir alles auf einmal erledigen? Unseren Verkauf bei Ebay überwachen während wir chatten, liken, posten und nebenbei noch einem Freund unser Gehör schenken. Mir ist das zu viel.

Bisher habe ich mich geweigert, ein Teil dieser noch volleren, noch digitaleren Welt zu sein. Meine Tasten haben mir bisher gelangt. Doch langsam verliere ich den Anschluss, bin nicht mehr kompatibel, nicht mehr präsent. Da fehlt mein Name in der Chat-Liste meiner Freunde, die mit einem grünen Lämpchen signalisiert: „Hier bin ich Leute!“.

Wie muss das in einer Zeit ohne Mobiltelefone, ohne Smartphones gewesen sein? Ich bin sicher, der persönliche Umgang war anders, intensiver, es war keine komplizierte und umständliche Sache, so ein Treffen. Sondern gelebte Praxis. Aber es geht ja auch am Telefon, überall, jederzeit, auf 100 Kanälen. So ein Mist, oder wie eine norddeutsche Musikgruppe zu sagen pflegt: „Leider Geil!“.

veröffentlicht
08. Oktober 2012
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